Die Versagerin

Die Versagerin

Mit der Wiederholung des Spruchs “Wir schaffen es!“ wird die Kanzlerin nicht müde, ihre Unfähigkeit, vorausschauende Politik zu betreiben, unter Beweis zu stellen. Sie wird der Herkulesaufgabe nicht Herr, sie schafft es nicht. An der Flüchtlingsproblematik zeigt sich, dass die Politik der kleinen Schritte hier nicht weiterhilft. Das Statement „Wir schaffen es!“ ist genau das Problem. Wenn wir die Krise im Moment bewältigen, dann ist dies der Anreiz für noch mehr Menschen, sich auf den Weg zu machen, solange, bis wir in dieser Krise Schaden nehmen.

Die derzeitige Problematik zeigt, dass sie nicht in der Lage ist, wirklich zu führen, sie lässt sich vielmehr treiben und gerät dabei in immer größere Untiefen. Sie hat sich erpressbar gemacht.  So muss sie mittlerweile Erdogan und Putin aus der Hand fressen, wenn sie was erreichen will. Die großkotzig angeordneten Sanktionen gegen Russland werden jetzt zum Bumerang. Ihr einstmaliges kategorisches, alternativloses Nein zum Beitritt der Türkei wird aufgeweicht.

Ihr politisches Unvermögen hat sich übrigens schon im NSA-Skandal gezeigt, als sie hilflos beklagte, dass Ausspionieren unter Freunden gar nicht geht und es bei dieser Bemerkung belassen. In der Griechenlandkrise hat sie immer wieder aufs Sparen gepocht, anstatt dafür zu sorgen, dass Reformen eingehalten wurden. Bei den beiden zuletzt genannten Krisen hat uns Merkels Politikversagen nicht so direkt tangiert. Die Flüchtlingskrise wird uns sehr wohl tangieren.

Der Blick nach vorne ist gefragt. Wer sich wie Merkel zum Wahlhelfer von Erdogan machen lässt, der sollte auch mit Assad reden können. Dort liegt der Schlüssel zum Erfolg! Zeitgleich müsste sie sich den Regierungen der USA, der Türkei und Saudiarabiens entgegen stellen, um zu verhindern, dass die Rebellen durch diese Mächte mit Waffen versorgt werden. Lieber ein Assad als ein zweites Libyen.

Leider fehlt Merkel der Weitblick. Sie hat das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand. Wenn sie wirklich Schaden von unserem Volk abwenden will, dann sollte sie jetzt abdanken. Wenn sie wirkliche Größe hätte, dann würde sie jetzt zugeben, dass wir es nicht schaffen oder dass wir es nur schaffen, wenn wir all das, was in unserem Land ebenfalls getan werden müsste, eben nicht tun. So modern nach wie vor alte Menschen dem Tod entgegen, weil die Mittel fehlen, um ihnen zu helfen. Grausam. Die Zahl der Kinder in Deutschland, die unter der Armutsgrenze leben, wird sich wohl auch nicht verringern. Es fehlen Milliarden € für diese Menschen, ja Milliarden, die in der Flüchtlingshilfe allerdings ohne weiteres zu beschaffen sind.

Ich befürchte, dass sie sich auch durch diese Krise hindurchlavieren wird in der Hoffnung, dass keiner ihr Versagen bemerkt. Der immer noch große Rückhalt in der Bevölkerung zeigt, dass sie es möglicherweise wieder schafft, ungestraft davon zu kommen. Man hängt sich halt lieber an den Schurz der Mutti als dass man erwachsen wird und diese Frau  endlich abwählt. Ist Merkel wirklich alternativlos?

Andreas Angermeir

 

 

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